Politische Forderungen
Der Deutsche Chorverband (DCV) hat sich im Rahmen eines Spitzengesprächs im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend für eine umfassendere Förderung von Musik- und Chorangeboten eingesetzt. DCV-Präsident Christian Wulff betonte dabei die Bedeutung des gemeinsamen Singens für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratisches Miteinander.
Im Zentrum der Gespräche stand die Forderung, Chorangebote generationenübergreifend zu stärken und die Ausbildung von Musikpädagoginnen und Musikpädagogen, Chorleiterinnen und Chorleitern sowie Erzieherinnen und Erziehern zu verbessern.
Bedeutung des Singens
Der Verband hebt hervor, dass Chöre weit über den musikalischen Bereich hinaus wirken: Sie fördern kollektives Lernen, wirken Vereinsamung entgegen und leisten einen Beitrag zur physischen und psychischen Gesundheit. Besonders für Kinder und Jugendliche sind qualifizierte Angebote zentral für Persönlichkeitsentwicklung und kulturelle Teilhabe.
Programme wie „Die Carusos“ des DCV oder die Projekte der Deutschen Chorjugend zielen bereits auf diese frühzeitige Förderung ab. Gleichzeitig wird betont, dass die Nachwuchsarbeit entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des gesamten Musiklebens ist.
Handlungsbedarf
Aus Sicht des DCV braucht es bessere strukturelle Rahmenbedingungen für die Verbandsarbeit sowie gezielte Förderinstrumente. Neben einer Stärkung des Kinder- und Jugendplans des Bundes wird auch eine Ausweitung der Förderung über den Bundesaltenplan gefordert, um generationengerechte Angebote weiter auszubauen.
Zugleich sieht der Verband im Fachkräftemangel und im fehlenden Chorleitungsnachwuchs eine zentrale Herausforderung für die Amateurmusik. Dem soll durch verbesserte Ausbildungsbedingungen und gezielte Qualifizierungsangebote begegnet werden.

