In 16 Kapiteln beantwortet Schuhenn Fragen (z. B. „Wie finde ich den passenden Chor?“) und behandelt allgemeine Informationen für (potenzielle) Hobbychorsänger:innen, dazu zählen neben Basiswissen, das praktizierende Chorsänger:innen längst haben (sollten), auch Anregungen, worauf man alles achten kann und sollte. Es sind Tipps dabei, die man wohl als selbstverständlich betrachten würde – zum Beispiel, dass man nicht erst am Konzerttag ausprobieren sollte, ob die Anzughose noch passt; oder dass man vor dem gemeinsamen Singen auf Zwiebeln und Knoblauch rücksichtsvollerweise verzichten sollte –, doch revolutionäre Erkenntnisse sind auch nicht der Zweck des Handbuchs. Es soll die Amateurchor-Basics zusammenfassen und bildet damit eine Art Leitfaden: Was du wissen solltest, wenn du in einem Chor singen möchtest und wie du dabei am besten vorgehst. Damit ist es ein wertvolles Skript, denn es fasst knapp und übersichtlich zusammen, was zunächst wirklich wichtig ist.
Schuhenn reißt Themen an, geht nicht in die Tiefe. Am Beginn der Chorsänger:innen-Laufbahn wäre das aber auch eher kontraproduktiv. So ist seine Lektüre logisch aufgebaut, verständlich formuliert und geradezu ein ideales Buch, um noch Unentschlossene für den Einstieg in einen Chor zu motivieren.
Doch auch erfahreneren Sänger:innen kann es eine wertvolle (Erinnerungs-)Stütze sein, indem es Impulse liefert, die eigenen Routinen zu reflektieren und das erworbene Wissen selbstständig zu erweitern.
Reiner Schuhenn: Lust am Singen. Ein Handbuch für Chorsänger und solche, die es werden wollen. Schott, 2026. 93 Seiten, ab 8,99 Euro

