Mit rund 1.500 Teilnehmer:innen und Beteiligten ging am 4. Oktober die achte Ausgabe der chor.com zu Ende. Erstmals fand das große Fachtreffen der Vokalszene in Leipzig statt. Unter dem Motto „Building Bridges – wie Chormusik neue Verbindungen schafft“ standen der fachliche Austausch, musikalische Begegnungen und die verbindende Kraft des gemeinsamen Singens im Mittelpunkt.
Vom 1. bis 4. Oktober bot die vom Deutschen Chorverband veranstaltete chor.com ein umfangreiches Programm mit mehr als 150 Workshops, drei Masterclasses und 20 Konzerten. Hinzu kamen 60 internationale Aussteller, die sich im chor.com-Forum in der Kongresshalle am Zoo Leipzig präsentierten. In Workshops, Reading Sessions und Masterclasses beschäftigten sich die Teilnehmer:innen mit aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Chormusik.
Chormusik als verbindende Kraft
Der thematische Schwerpunkt „Building Bridges“ zog sich durch das gesamte Programm. Im Fokus stand die Frage, wie Chormusik Menschen zusammenbringen, neue Perspektiven eröffnen und gesellschaftliche Verbindungen stärken kann.
Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbands, zog eine positive Bilanz: „Im Vordergrund standen die Begegnung und das Voneinander-Lernen und das Aufeinander-Hören.“ Auch der Künstlerische Leiter Stephan Doormann betonte die Offenheit und Innovationskraft der Chorszene. Die zahlreichen neuen Kontakte und Impulse hätten gezeigt, welches Potenzial in der vokalmusikalischen Arbeit stecke.
Hochkarätiges Konzertprogramm
Neben dem Fachprogramm bot die chor.com auch ein vielfältiges Konzertangebot, das in die Musikstadt Leipzig ausstrahlte. Insgesamt 20 Konzerte mit nationalen und internationalen Ensembles zeigten die Bandbreite der Vokalmusik. Mit dabei waren unter anderem der Thomanerchor Leipzig, das Calmus Ensemble, die Latvian Voices und das SWR Vokalensemble. Auch der Kammerchor Stuttgart und der Landesjugendchor Baden-Württemberg waren vertreten.
THE CHORLÄND auf der chor.com
Auch die baden-württembergische Chorszene war auf der chor.com mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Unter dem Motto „THE CHORLÄND“ präsentierten sich vier Chorverbände gemeinsam mit weiteren Akteuren der Chormusik im Land. Ein Blickfang war die große CHORLÄND-Landkarte, auf der verschiedene Organisationen, Hochschulen, Festivals, Verlage und weitere Einrichtungen der Chormusik verzeichnet waren. Die Karte gab es auch als Postkarte zum Mitnehmen. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Wand mit Flyern und Programmübersichten, die einen Einblick in die zahlreichen Veranstaltungen und Angebote der Chorszene in Baden-Württemberg gab.
Die Flyer-Wand wurde dabei auch zum Ausgangspunkt für Gespräche über ähnliche Projekte und Angebote in anderen Bundesländern. So konnten nicht nur Besucher mehr über die Chorlandschaft in Baden-Württemberg erfahren, sondern auch die beteiligten Verbände neue Ideen und Anregungen aus anderen Regionen mitnehmen.
Zwischen Workshops und Konzerten war der Stand ein beliebter Treffpunkt. Bei einer Tasse Kaffee gab es Gelegenheit, sich über aktuelle Projekte auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen oder bekannte Gesichter wiederzutreffen. Da mehrere Verbände und Organisationen am Stand vertreten waren, traf man eigentlich immer jemanden, den man kannte. So passte der gemeinsame Auftritt auch gut zum diesjährigen Motto der chor.com: „Building Bridges“.
Nach der erfolgreichen Premiere soll Leipzig auch künftig Austragungsort der chor.com bleiben. Die nächste Ausgabe ist bereits für den 28. September bis 1. Oktober 2028 geplant.
Weitere Informationen: www.chor.com





