• Liebe Leserinnen und Leser,

    Frauen fehlen im Ehrenamt? Wohl kaum. Sie organisieren, planen, kümmern sich, übernehmen Dienste – die Aufgaben sind vielfältig und tragen unsere Vereinsarbeit. Schauen wir in unsere Chöre, wird es noch deutlicher: In vielen Ensembles singen mehr Frauen als Männer, mehr Mädels als Jungs. Frauen sind da, und zwar ziemlich viele!

    Aber sind unsere Frauen und Mädchen auch überall sichtbar? Wer steht vorne? Wer steht dem Vorstand vor? Wer leitet Verbände, trifft Entscheidungen und wird ganz selbstverständlich als Führungskraft wahrgenommen? Und wer macht vielleicht einen großen Teil der Arbeit, ohne am Ende auch das Gesicht dazu zu sein? 

    Vielleicht müssen wir deshalb gar nicht darüber sprechen, wie wir mehr Frauen fürs Ehrenamt gewinnen, sondern darüber, welche Rollen sie dort übernehmen – auch verbunden mit der selbstkritischen Frage, welche Rollen ihnen zugetraut werden. Dabei geht es nicht darum, Frauen zu fördern, weil das gerade
    en vogue ist. Es […]

  • Thema

  • Zwischen Rollenbildern, Ehrenamtskrise und neuen Chancen für die Vereinsarbeit

    Wer an einem gewöhnlichen Probenabend einen Chorraum betritt, muss keine Statistik bemühen, um festzustellen, wer das Bild prägt: Frauen. Sie organisieren Konzerte, betreuen die Homepage, kümmern sich um neue Mitglieder, verkaufen Eintrittskarten, koordinieren Ausflüge und sorgen dafür, dass beim Sommerfest weder der Kaffee noch die Kuchengabeln ausgehen. Kurz gesagt: Sie tragen in vielen Vereinen einen erheblichen Teil dessen, was Chorleben heute ausmacht.

    Die Zahlen des Schwäbischen Chorverbands bestätigen diesen Eindruck. 59,6 Prozent der aktiven Mitglieder sind Frauen. Bei den Vorsitzenden liegt ihr Anteil dagegen lediglich bei 43,7 Prozent. Männer stellen nur 40,3 Prozent der Aktiven, besetzen aber 56,1 Prozent der Vorsitzendenämter. Mit anderen Worten: Die Mehrheit singt weiblich, die Mehrheit der Vorstände ist männlich.

    Auch in den Führungsstrukturen des Schwäbischen Chorverbands zeigt sich ein ähnliches Bild. Zwar gehört dem Präsidium mit einer Vizepräsidentin auch eine Frau an. In den Regionalchorverbänden stehen […]

    Frauen singen. Männer führen?

  • Nicht die Frauen müssen sich ändern

    Frauen engagieren sich – doch in Vorstands- und Spitzenämtern sind sie weiter-
    hin unterrepräsentiert. Lisa Dürer von der Akademie für Ehrenamtlichkeit erklärt, welche Rolle Strukturen, Netzwerke und Vereinbarkeit dabei spielen und wie Vereine Verantwortung so gestalten können, dass mehr Frauen den Weg in die Führung finden.

    Frau Dürer, in vielen Chören engagieren sich zahlreiche Frauen – in Vorstands- und insbesondere Spitzenämtern spiegelt sich das aber nicht immer wider. Ist das aus Ihrer Erfahrung auch in anderen Bereichen des Ehrenamts zu beobachten?

    Ja, dieses Muster begegnet uns auch in anderen Feldern des Ehrenamts. Frauen engagieren sich keineswegs weniger. Der Freiwilligensurvey 2024 zeigt: Frauen und Männer sind insgesamt in ähnlichem Umfang freiwillig engagiert. Aus einer hohen Beteiligung von Frauen folgt aber nicht automatisch eine gleichberechtigte Beteiligung an Leitungs- und Entscheidungspositionen.

    Der FairShare Report oder auch die jüngst erschienene FRAUEN100/ADAC-Studie schärfen diesen Befund: Frauen sind unterrepräsentiert in Leitungspositionen. Das […]

    Wie Vorstandsämter für Frauen attraktiver werden

  • Lese-Tipp: „Ehrenfrau – Ehrenamt neu gedacht“ von Nancy Hochstein

    Frauen organisieren, kümmern sich, springen ein und halten Strukturen am Laufen – doch wer sitzt am Ende im Vorstand, steht auf dem Podium oder trifft die Entscheidungen? In ihrem Essay „Ehrenfrau – Ehrenamt neu gedacht: feministisch, solidarisch und radikal fürsorglich“ nimmt Nancy Hochstein das Ehrenamt aus einer feministischen Perspektive unter die Lupe.

    Dabei schreibt Hochstein keineswegs gegen das Ehrenamt. Im Gegenteil: Sie
    beschreibt es als einen Ort, an dem Menschen Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft gestalten und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können. Gleichzeitig stellt sie eine unbequeme Frage: Unter welchen Bedingungen geschieht dieses Engagement eigentlich – und wer trägt dabei besonders viel? 

    Ihr Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Frauen zwar einen großen Teil der oftmals unsichtbaren Arbeit übernehmen, an den Spitzen ehrenamtlicher Strukturen aber deutlich weniger sichtbar sind. 

    Der nur 63 Seiten lange Essay verbindet dafür persönliche Erfahrungen mit einer gesellschaftspolitischen Analyse. Hochstein erzählt […]

    Wer macht die Arbeit – und wer bekommt die Anerkennung?

  • Eine Einladung zum Perspektivwechsel im Choralltag

    Chöre gelten als Orte der Gemeinschaft. Hier zählt die Stimme, nicht das Geschlecht – könnte man meinen. Tatsächlich engagieren sich in vielen Chören deutlich mehr Frauen als Männer. Sie singen, organisieren Konzerte, backen Kuchen für Veranstaltungen, übernehmen Öffentlichkeitsarbeit oder kümmern sich um den Nachwuchs. Dennoch lohnt sich eine einfache Frage:
    Ist unser Choralltag eigentlich so gestaltet, dass die Bedürfnisse von Frauen selbstverständlich mitgedacht werden?

    Dabei geht es nicht in erster Linie um  Frauen in Vorständen oder am Dirigierpult. Es geht um den ganz normalen Probenabend, um Konzertplanung, Repertoire und Kommunikation. Viele Strukturen sind über Jahre gewachsen und funktionieren scheinbar gut – bis man sie einmal bewusst aus einer anderen Perspektive betrachtet.

    Die Stimme verändert sich – auch bei Frauen

    Über die Mutation männlicher Stimmen (landläufig bekannt als Stimmbruch) wird in Chören selbstverständlich gesprochen. Dass sich aber auch Frauenstimmen im Laufe des Lebens verändern, ist deutlich weniger […]

    Werden Frauen in unserem Chor eigentlich mitgedacht?

  • Wenn Verantwortung mitwächst

    Wie wichtig ist Frauenpower? Und welche Rolle spielen Generationen- und Familieneffekte? Gudrun Fahr, ihre Tochter Heike Weis und ihre Enkelin Lucy Weis erzählen als Verantwortliche der „Chorwerkstatt“ von ihren Erfahrungen. Warum Frauen genauso gut Verantwortung übernehmen können wie Männer, was für kurz- wie langfristigen Erfolg wirklich zählt und welche Kraft in den Rahmenbedingungen liegt. 

    Als Gudrun Fahr vor über einem halben Jahrhundert den Taktstock in die Hand nahm, war das für sie normal. Die Gesellschaft aber hatte sich noch nicht daran gewöhnt, dass eine Frau vorn stand und die Ansagen machte: „Ich erinnere mich an die Zeit, als ich als Chorleiterin begann. Da wunderte ich mich immer über die Zeitungsüberschriften: ‚Toller Männerchor, aber es fehlt an Chorleitern.‘ Das kam sehr oft vor und plötzlich hießen die Überschriften: ‚Eine Frau dirigiert diesen und jenen Chor‘. Die Zeitungen schrieben sehr verwundert, trotz dem es ein Männerchor ist, […]

    Drei Generationen – eine „Chorwerkstatt“

  • Vereinsmanagement

  • Es wird Zeit für eine neue Mustersatzung für die Vereine des SCV. Die derzeit gültige und im Umlauf befindliche Mustersatzung datiert von 2022. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan in der Gesetzgebung, in der Rechtsprechung und in der Satzungsdiskussion und -praxis in den Vereinen.

    Die neue Mustersatzung soll den Vereinen helfen, ihre derzeit gültigen Satzungen zu überprüfen und ggf. Änderungen vorzusehen. Bei „Uralt“-Satzungen ist es sinnvoll, über eine Satzungsneufassung nachzudenken, für die die neue Mustersatzung Hinweis und Hilfestellung sein kann.

    Aber auch: Nach wie vor sind die meisten Vereine des SCV eingetragene Vereine, die vom jeweils zuständigen Finanzamt die Anerkennung als gemeinnützig erhalten haben. Bei Änderungen der Satzung eines Vereins muss dieser – und tut dies in aller Regel auch – dem Finanzamt die neue oder geänderte Satzung vorlegen im Hinblick auf deren Eignung für den Erhalt oder den Neuerwerb der Gemeinnützigkeit.

    Eine bestehende […]

    Vorankündigung: Die neue Mustersatzung

  • Aus der Geschichte

  • „Heut heißt´s: Nach meiner Pfeife springen!“

    Er gehört zu den makabersten Themen der Kunst: der „Totentanz“. Seit dem Mittelalter wird er auf Bühnen und besonders viel auf Bildern inszeniert.

    Die Bildwerke, meist große Gemäldezyklen auf Kirchenwänden, auf Kreuzgang- und auf Friedhofsmauern, zeigen tanzende Knochenmänner mit ihren jeweiligen Opfern: angefangen beim höchsten weltlichen Stand (Kaiser und Kaiserin) über den Klerus, den Adel und das „gemeine Volk“ bis hinunter zu den untersten Schichten der damaligen Gesellschaft, den Bettlern und Gaunern. Auch die diversen Altersgruppen sind berücksichtigt: vom Kleinkind und der Jugend über die Erwachsenen bis hin zu den Greisen, keiner bleibt außen vor.

    Der Tod, ein ausladend gestikulierendes, von zerfetzten Leichentüchern umspieltes Gerippe, greift dabei nach jedem, den er fassen kann, und fordert ihn zum Tanz auf. Mit welchen Worten das geschieht und was das Opfer entgegnet, diese kleinen Dialoge sind meist in Versform auf Textfeldern unter den […]

    Der Danse Macabre in der Bildkunst und der Chormusik

  • Singen und Stimme

  • Mit der Basisweiterbildung „Pädagogik für Musik im Ganztag“ bieten der Landesmusikverband Baden-Württemberg und der Volkshochschulverband Baden-Württemberg ein gemeinsames, praxisnahes Weiterbildungsangebot. Es richtet sich an Ehrenamtliche, Musikerinnen und Musiker (unabhängig vom Erfahrungs- oder Leistungsniveau), die sich im Ganztag engagieren möchten.

    Der Ausbau der Ganztagsbetreuung an Grundschulen eröffnet große Chancen für die Amateurmusik, insbesondere im Hinblick auf Nachwuchsgewinnung und Sichtbarkeit der Musik. Vereine können Kinder frühzeitig für Musik begeistern und langfristig an das gemeinsame Musizieren heranführen. Die Weiterbildung vermittelt die notwendige Sicherheit für die Arbeit mit Kindern und stärkt die pädagogische Handlungskompetenz für nachhaltige und hochwertige Angebote in der Ganztagsbetreuung.

    Folgende Module können im Herbst noch gebucht werden (Preis pro Modul: 70 Euro):


    7. Oktober
    , 18:30 bis 20:45 Uhr, Rechtliche Grundlagen (Online-Kurs), Dozentin: Andrea Reiner, Durchführung: Volkshochschulverband Baden-Württemberg


    27. Oktober
    , 10:00 bis 17:00 Uhr, Pädagogisches Handeln (Leinfelden-Echterdingen), Dozentin: Andrea Reiner, Durchführung: vhs-Verband


    28. […]

    Basisweiterbildung „Pädagogik für Musik im Ganztag“

  • Rezension: „Aus für Strauss“ von Thomas Brezina

     Autor Thomas Brezina ist bekannt für seine Kinder- und Jugendbücher, allen voran die Knickerbocker-Bande. Weil der Wiener aber auch schon Kaiserin Sisi in Krimis ermitteln ließ, entstand anlässlich des 200. Geburtstages von Johann Strauss (1825-1899) ein Kriminalroman für Erwachsene, der sich um den Walzerkönig dreht.

    Die Kunst dieses Buches liegt in der Aufbereitung ihrer Geschichte. Im Nachhinein erscheint die Handlung recht simpel – doch das ahnt der/die Lesende nicht. Erst kurz vor Schluss gelingt es, Schlüsse zu ziehen und sich einen Reim auf all die aufgeworfenen Fragen zu machen.

    Brezina erzählt von Verbrechen, in die Johann Strauss seinerzeit verwickelt war – und vom mysteriösen Verschwinden einer Studentin 2024 in Wien. Was das miteinander zu tun hat? Diese Frage stellen sich nicht nur die Leser:innen, sondern auch eine junge Journalistin. Gewissermaßen gemeinsam schickt Brezina sie auf Forschungs-Reise.

    Der […]

    Applaus für den Walzer-Krimi

  • Mit der neuen Lizenzvereinbarung greift ab diesem Jahr eine verkürzte Meldefrist für Vereine. Die Meldung muss nun spätestens 21 Kalendertage nach der Veranstaltung erfolgt sein. Erfolgt die Meldung später, schickt die GEMA die Rechnung konsequent an den Verein und nicht an den SCV zur Übernahme. Eine Korrektur der Rechnung ist nicht möglich.

    Diese Informationen haben wir in der Vergangenheit auf verschiedenste Weise veröffentlicht und Ihnen bekannt gegeben. Leider haben wir aber noch nicht alle GEMA Verantwortlichen in den Chören erreicht.

    Falls Sie eine Rechnung erhalten haben, melden Sie sich bitte bei Sibylle Brückel in der Geschäftsstelle des SCV unter sibylle.brueckel@s-chorverband.de.

    Wir bitten dringend um Beachtung.

    Wichtiger Hinweis zur GEMA: Verkürzte Meldefrist beachten

  • Ein Mini-Workflow mit Canva + KI, der euren Verein regelmäßig zeigt – ohne Dauerstress.

    Wir müssten mal wieder was posten…“ – und zack ist die Woche rum. Social Media scheitert im Ehrenamt selten an Ideen, sondern an Zeit und an der Frage: Wer macht’s eigentlich? Die Lösung ist nicht „mehr Content“, sondern ein kleiner Ablauf, der realistisch bleibt.

    Startet mit einem einzigen Format, das immer geht: Ankündigung, Einblick (Probe/Backstage) oder Dankeschön. Dann baut ihr daraus in Canva ein wiederverwendbares Template (Farben, Logo, zwei Schriftgrößen). Ab jetzt müsst ihr nicht jedes Mal neu gestalten – ihr füllt nur noch aus.

    Für den Text nutzt ihr KI als Sparringspartner: Gebt Anlass, Datum, Ort und einen Tonwunsch („locker, freundlich, 80 Wörter“) – und lasst euch 2–3 Varianten vorschlagen. Ihr entscheidet, kürzt, ergänzt den echten Vereins-Ton. Wichtig: immer einmal gegenlesen, Namen/Termine prüfen und lieber konkret als blumig.

    Damit es nicht […]

    Impuls #5: Sichtbarkeit in 20 Minuten

  • Der neue LMV-Präsident im Interview

    Seit Juli steht Georg Wacker an der Spitze des Landesmusikverbands Baden-Württemberg. Im Kurzinterview spricht er über seine Motivation und die wichtigsten Themen für die kommenden Jahre.

    Herr Wacker, warum haben Sie das Amt des LMV-Präsidenten übernommen?

    Musik war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Vor meiner Zeit in der Politik war ich viele Jahre als Musikpädagoge, Orchestermusiker und Musikschulleiter tätig. Deshalb ist dieses Amt für mich eine Rückkehr zu meinen musikalischen Wurzeln. Ich freue mich darauf, mich künftig mit ganzer Kraft für die Amateurmusik in Baden-Württemberg einzusetzen und die erfolgreiche Arbeit von Christoph Palm fortzusetzen.

    Warum braucht die Amateurmusik eine starke Interessenvertretung?

    Weil sie oft unterschätzt wird. Viele denken zunächst an Konzerte oder Feste. Tatsächlich leisten unsere Musikvereine, Chöre und viele andere vielfältige Ensembles aber viel mehr. Sie bringen Menschen zusammen, fördern Kinder und Jugendliche, übernehmen Verantwortung und schaffen Gemeinschaft. Gerade […]

    5 Fragen an Georg Wacker

  • All I want for Christmas is … ein volles Konzert!

    Die musikalischen Vorbereitungen auf die Adventszeit haben begonnen: Seit Mitte September können Chöre, Musikvereine, Orchester und Ensembles ihre Veranstaltungen wieder in den landesweiten Kalender Adventsmusik BW eintragen. Der Landesmusikverband Baden-Württemberg lädt alle musikalischen Akteure ein, Teil der größten Übersicht für Adventskonzerte im Land zu werden.

    Wenn Chöre singen, Bläserensembles festliche Klänge erklingen lassen und Musikvereine ihre traditionellen Weihnachtskonzerte veranstalten, entsteht in Baden-Württemberg eine einzigartige musikalische Vielfalt. Damit diese Angebote auch ihr Publikum finden, bündelt der Online-Kalender Adventsmusik BW die Veranstaltungen im ganzen Land auf einer zentralen Plattform.

    Über verschiedene Suchfunktionen können Konzerte nach Ort, Termin, Besetzung oder Genre gefiltert und Veranstaltungen in der eigenen Region schnell gefunden werden. Gleichzeitig erleichtert der Veranstaltungskalender Musikinteressierten die Suche nach passenden Angeboten. Die Eintragung erfolgt unkompliziert über die Internetseite www.adventsmusik-bw.de. Mit wenigen Angaben können Veranstalter ihre Konzerte veröffentlichen und Teil […]

    Adventsmusik BW startet in die neue Saison

  • Mitmachen bei der „Woche der offenen Chöre“

    Vom 1. bis 7. März 2027 findet bundesweit die vierte „Woche der offenen Chöre“ statt. Auch die Chöre und Vokalensembles im Schwäbischen Chorverband sind eingeladen, ihre Proben zu öffnen, neue Sänger:innen willkommen zu heißen und zu zeigen, wie vielfältig die Chorlandschaft in Württemberg ist.

    Wer gerne singt, aber bislang noch nicht den Weg in einen Chor gefunden hat, bekommt im März 2027 eine besonders unkomplizierte Gelegenheit dazu: Bei der „Woche der offenen Chöre“ öffnen Ensembles in ganz Deutschland ihre regulären Proben für Interessierte. Ziel der Aktion des Deutschen Chorverbands ist es, Chöre und Menschen, die Lust aufs gemeinsame Singen haben, zusammenzubringen.

    Die bisherigen Ausgaben zeigen, wie groß das Interesse ist: Mehr als 1.000 Chöre und Vokalensembles beteiligten sich jeweils bundesweit und luden neue Sänger:innen zum Kennenlernen ein. 2027 findet die Aktionswoche erstmals im Frühjahr statt.

    Einfach die eigene Probe […]

    Türen auf für neue Stimmen

  • Klang und Geste im Mittelpunkt

    Wie beeinflusst die Dirigiergeste den Klang eines Chores? Dieser Frage widmet sich die Trinationale Masterclass für Chorleitung vom 20. bis 22. November 2026 am Conservatoire de Mulhouse in Frankreich. Der Kurs bringt Chorleiterinnen und Chorleiter aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zusammen und stellt die Verbindung zwischen Klang und Geste in den Mittelpunkt.

    Geleitet wird die Masterclass von Catherine Fender, Martin Wettges und Frank Markowitsch. Gemeinsam mit dem trinationalen Kammerchor Ensemble Chœur3 arbeiten die Teilnehmenden an einem vielfältigen polyphonen Repertoire unterschiedlicher Epochen und Stile. Neben dem eigenen Dirigieren stehen Beobachtung und Austausch sowie die körperliche Dimension des Musizierens im Fokus.

    Die Masterclass bietet zwei Möglichkeiten der Teilnahme: Chorleiterinnen und Chorleiter mit entsprechender Erfahrung können sich für das Fortgeschrittenen-Niveau bewerben. Daneben gibt es eine Gruppe zur aktiven Beobachtung, zum Austausch und zum Ausprobieren am Klavier, die unabhängig vom Erfahrungsstand auch Anfängerinnen […]

    Trinationale Masterclass für Chorleitung

  • Erinnern Sie sich noch? Wenn sich die Blätter im Ländle bunt färben und die Erntezeit beginnt, kommt uns fast automatisch ein Lied in den Sinn: „Bunt sind schon die Wälder“. Als Oktober-Monatslied bringt dieser zeitlose Klassiker jetzt frischen Wind in die Klassen 3 und 4 – und hoffentlich auch zu Ihnen nach Hause!

    Das Lied ist eine wunderbare Einladung an alle Generationen: Singen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern und Enkeln. Ob beim Basteln mit Herbstlaub, beim Backen von Zwiebelkuchen oder beim Spaziergang durch die Weinberge – dieses Volkslied verbindet.

    1. Bunt sind schon die Wälder,

    gelb die Stoppelfelder,

    und der Herbst beginnt.

    Rote Blätter fallen,

    graue Nebel wallen,

    kühler weht der Wind.

    Text: Johann Gaudenz von Salis-Seewis

    Melodie: Johann Friedrich Reichardt

    Entdecken Sie das Lied des Monats!
    Jeden Monat stellen wir Ihnen hier das aktuelle Monatslied vor. Streamen […]

    Bunt sind schon die Wälder