Delegiertenversammlung stärkt die Rechte der Vereine im Schwäbischen Chorverband
Der Chorverbandstag des Schwäbischen Chorverbands ist und bleibt das wichtigste Gremium im Verband. Daran hat sich auch nach der Mitgliederversammlung am 6. Mai 2018 in Heilbronn nichts geändert – im Gegenteil: Die Mitgliederversammlung hat eine Aufwertung erhalten. Mit dieser Änderung in der Satzung und vielen weiterern wichtigen Entscheidungen wurden die Weichen für die Zukunft des Verbandes gestellt.
Kostenfreie Workshops für die Delegierten
Bereits am Vormittag bot der Schwäbische Chorverband sechs kostenfreie Workshops zu Themen wie Mitgliedergewinnung, Medienarbeit, Datenschutzgrundverordnung und Dramaturgie an. In jeweils 90 Minuten konnten die Delegierten einen Einblick in zwei dieser wichtigen Themen erhalten. Natürlich kann ein solch kurzer Workshop kein ganzes Seminar ersetzen, aber vielleicht macht er Lust auf mehr.
Auch eine Besichtigung der möglichen Spielstätten für das Chorfest Heilbronn 2019 auf dem BUGA-Gelände und in der Heilbronner Innenstadt standen auf dem Plan. Michaela Ruof aus dem Organisationsteam der BUGA zeigte den Workshopteilnehmern zusammen mit Johannes Pfeffer, was 2019 für Chöre in Heilbronn alles möglich sein wird.
Die festliche eröffnung des Chorverbandstages
Ab 13:30 Uhr begann im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie der Chorverbandstag mit einer festlichen Eröffnung. Der Chorverband war nicht zum ersten Mal mit einer großen Veranstaltung in Heilbronn. Und das mit gutem Grund: Der Schwäbische Chorverband und Heilbronn – diese beiden verbindet schon lange eine gemeinsame und sehr erfolgreiche Geschichte. Nach 2009 wird der Schwäbische Chorverband vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 sein Chorfest auf dem Gelände der Bundesgartenschau und der Heilbronner Innenstadt feiern.
Singen hat einen großen Einfluss
Die gute die Zusammenarbeit von Stadt und Verband betonte auch Oberbürgermeister Harry Mergel in seinem Grußwort an die Delegierten im Rahmen der festlichen Eröffnung des Chorverbandstages. Er hob hervor wie wichtig die Förderung der musikalischen Bildung auch für die Stadtentwicklung ist und lobte die effektive Zusammenarbeit mit dem regionalen Partner, dem Chorverband Heilbronn. Durch Projekte wie „Magie der Stimme“ oder dem Ausbildungsprogramm „Kindern eine Stimme geben“ entstehen neue Impulse.
Auch Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion und Rudolf Köberle, der Präsident des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg (BVBW) richteten einige Worte an die Versammlung.
Die Akademie in Plochingen als Ort der Amateurmusik
Als Präsident des BVBW nahm Köberle insbesondere auch Stellung zum Akademiebau in Plochingen. Dabei betonte er, dass die Akademie eine Bildungsstätte für die gesamte Amateurmusik werden wird und er sich sehr darüber freuen würde, wenn es gerade zwischen Chören und Musikvereinen noch viel mehr Zusammenarbeit geben würde.
Geehrt für außerordentliches Engagement
Ein Verband lebt vom Engagement des Einzelnen. Ohne den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtlichen wären viele Projekte, wie auch das Chorfest Heilbronn 2019, nicht zu stemmen. Dieses Engagement ehrte der Präsident des Schwäbischen Chorverbandes, Dr. Jörg Schmidt. Die goldene Ehrennadel des Verbandes wurde Achim W. Schwörer, Schatzmeister des Schwäbischen Chorverbandes, Roland Scholpp, Vorsitzender des Chorverbandes Filder und Eugen Kienzler, Geschäftsführer des Oberschwäbischen Chorverbandes verliehen.
Mit der Silcher-Auszeichnung, der höchsten Auszeichnung im Schwäbischen Chorverband wurde die langjährige Schriftführerin Helene Stauch geehrt. In seiner Laudatio lobte Schmidt die vielen Einsätze von Helene Stauch für den Verband. Sei es bei Spendenaktionen oder sozialen Projekten.
Wichtige weichenstellung
Mehr als 200 Delegierte waren der Einladung zum Chorverbandstag nach Heilbronn gefolgt und ließen sich hier über aktuelle Entwicklungen informieren. Dazu gehörten auch auch eine Umstrukturierung der Beitragsordnung und der Beschluss einer neuen Satzung.
„Sie sind der Mittelpunkt unseres Schaffen“, erklärte Dr. Jörg Schmidt in seinem Bericht. Das Serviceangebot des Schwäbischen Chorverbandes sei in diesem Umfang einmalig und werde auch über Württemberg hinaus sehr geschätzt. Nur über diese Qualität sei eine effektive Förderung und Erhaltung der Amateurmusik in Baden-Württemberg möglich. In diesem Zusammenhang freut sich Schmidt auch über die gute Zusammenarbeit mit den neun weiteren Vertretern der Amateurmusik in Baden-Württemberg, die nun seit zehn Jahren im Landesmusikverband Baden-Württemberg gemeinsam für die Amateurmusik als eine starke Stimme eintreten.
Durch die Umstrukturierung der Beitragsordnung (Die neue Beitragsordnung findet sich auf Seite 12 oder digital auf www.s-chorverband.de/verband/mitglied-werden/) haben die Delegierten dem Verband das Rüstzeug für die Umsetzung der gemeinsamen Ziele zur Hand gegeben. Dem neuen Beitrag ging eine konstruktive Diskussion über Höhe und Form des Mitgliedsbeitrags voran. Die neue Beitragsordnung tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft, für 2018 gelten für den Schwäbischen Chorverband die bisherigen Beiträgen.
Eine neue Satzung für den Verband
Die neue Satzung stärkt die Rechte der Vereine weiter. Eine der großen Neuerungen ist, dass der Chorverbandstag als wichtigstes demokratisches Instrument nun jedes Jahr und nicht wie bisher alle zwei Jahre tagen wird. Durch diese Änderung haben die Mitglieder nun jedes Jahr die Möglichkeit noch aktiver an der Gestaltung des Verbandes mitzuwirken und zu gestalten.
Neue Gesichter in Präsidium und Musikbeirat
Nach der neuen Satzung wurde durch Wahl der Schatzmeister des Schwäbischen Chorverbandes, Achim W. Schwörer, in seinem Amt bestätigt. Ebenso wurden Jutta Mack und Nelli Holzki und Gerald Kranich ins Präsidium wiedergewählt. Roman Kotschi wurde neu in das Amt des Vertreters der Verbandschöre gewählt. Als Rechnungsprüfer wurden Helmut Waibel und Gerhard Stähle gewählt.
Für die musikalische Umrahmung der festlichen Eröffnung des Chorverbandstages sorgten die Chöre ChorVision (Leitung: Alexander Ilg, Heilbronn), Gospel Diamonds (Leitung: Damir Brajlovic, Untergruppenbach) und Mann-Oh-Mann (Leitung: Ulrich Hohl, Willsbach).
Isabelle Arnold