Am Himmel steht ein Stern
Weihnachtslieder aus aller Welt
Traditionell fand das Weihnachtskonzert mit Cantores Mundi am „Heilig Drei König- Tag“ (6.1.2026) in der Peterskirche in Gültstein statt. Dieser Termin ist bewusst gewählt, da zu dieser Zeit der übliche Weihnachtsstress vorbei ist, und das Publikum Weihnachten noch einmal nachspüren kann. So kam es zu diesem Termin, um mit einem Chorkonzert die Weihnachtszeit besinnlich abzuschließen. In der Vergangenheit hat sich das Vokalensemble immer zusätzlich ein Instrumentalensemble eingeladen. Dieses mal jedoch blieb Cantores Mundi unter sich. Unter dem Titel „Am Himmel steht ein Stern“ gab es, in der stimmungsvoll geschmückten, gut besuchten Kirche, Weihnachtslieder aus aller Welt. In feierlicher Atmosphäre präsentierte das Vokalensemble Lieder aus, Deutschland, Frankreich, England, Schweden, Norwegen, Italien, Polen, Österreich, Ukraine und Amerika. Da die Lieder teilweise in Originalsprache vorgetragen wurden gab es für die Konzertbesucher Übersetzungen. Diese wurden entweder vor dem Lied vorgetragen oder über ein Strophe in deutsch reflektiert. Zwei vorgetragene Gedichte fügten sich gut in das gesamte Arrangement ein.
Die musikalische Leitung hatte Taro Yashiki, der auch im Ensemble mitsang. Begleitet am E-Piano wurde das Ensemble von Michael Kuhn. Im zweiten Teil spielte Michael Kuhn ein Weihnachtslieder-Medley (ohne Chor), was sehr gut zu dem Programm-Motto passte. Das Ensemble war stimmlich sehr gut aufeinander eingespielt und wusste mir klarer Sprache, sauberer Intonation, Dynamik und Auswahl der Lieder zu überzeugen. So waren in dem abwechslungsreichen Programm bekannte, aber auch weniger bekannte Lieder, wie z.B. „Der Heiland in der Wiege“ oder „Seht, am Himmel steht ein Stern“, zu hören. „Christmas Lullaby“ von John Rutter, und der Frauenchor „Cradle Hymn“ von Kim Andre Arnesen zeichneten sich durch ruhige Klangfarben und innige Stimmung aus. Feierlich beschwingt erklangen die beiden italienischen Lieder „Dormi non piangere“ und Quando nascette Ninno“. Sehr schön war auch das schwedische Weihnachtslied „Giv mig ej glans“, das die typischen skandinavischen Harmonien beinhaltet. Auch schon traditionell ist, das zum Ende der Weihnachts- Konzerte von Cantores Mundi das bekannte „Stille Nacht“ gesungen wird. Wie immer wurden aus Zuhörern Mitsänger, da das Publikum mit einbezogen wurde. Sehr stimmungsvoll, da der Chor den vierstimmigen Chorsatz sang, und das Publikum die bekannte Melodie. Mit der Zugabe „Weihnachten“, besser bekannt als Gedicht von Joseph Eichendorff „Markt und Straßen stehn verlassen“ verabschiedete sich Cantores Mundi von seinen Zuhörern. Dieses Gedicht von Eichendorff dürfte den Wenigsten als Lied bekannt sein. Und diese Lied passt doch so gut zu einem Chor: Es beschreibt die friedliche, festliche Stimmung an Weihnachten und die ehrfurchtsvolle Wahrnehmung der Natur, die in einem heilgen Schauern und dem wunderbaren Singen in der Weihnachtszeit gipfelt. Lang anhaltender Applaus zum Ende würdigte die Leistung von Cantores Mundi.
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